HIV-Verlaufskontrolle

Sowohl unter einer HIV-Medikation (ART), als auch ohne Therapie, sollten in regelmässigen Abständen Kontrollen in einer Schwerpunkteinrichtung erfolgen. Über den notwendigen Umfang der Untersuchungen, der unter anderem von der HIV-Medikation oder zusätzlichen Erkrankungen abhängen kann, und sinnvolle Zeitabstände informiert der/die Behandler/-in.

Immunstatus

Das HI-Virus schädigt das Immunsystem (siehe auch HIV- Grundwissen). Eine Blutentnahme mit Bestimmung der sogenannten „Lymphozytensubpopulation“ kann einen Eindruck vermitteln, ob sich die Immunabwehr im Verlauf der Erkrankung oder Therapie verbessert, gleich bleibt oder verschlechtert.

Von besonderem Interesse ist dabei die Bestimmung der Zahl der „T-Helferzellen“, die als hauptsächliche Zielzelle für die Vermehrung des HI-Virus dient.

Viruslast

Die Viruslast umschreibt, wie stark sich das HI-Virus im menschlichen Körper vermehrt. In einer Blutprobe wird die Viruslast mit einer Methode namens HIV-PCRbestimmt. PCR steht dabei für Polymerasekettenreaktion.

Mittels des PCR-Verfahrens wird das HI-Viruserbgut, welches bei der Virusvermehrung entsteht, zunächst in einer Blutprobe vervielfältigt, um dann einen grössenmässigen Wert bestimmen zu können.

Ziel einer medikamentösen HIV-Therapie ist es, die Viruslast unter die Nachweisgrenze zu senken, so dass mittels HIV-PCR keine Virusvermehrung mehr messbar ist.