HBV-Therapiebeginn

Nicht nur Medikamente an sich, sondern auch der leitliniengerechte Einsatz der Substanzen unterliegt mit zunehmendem Wissen um die Infektionskrankheit und die Wirkweise der Therapien recht regelmässigen Veränderungen.

Diese Therapieleitlinien, z.B. auf der Internetseite der "Deutschen Gesellschaft für Stoffwechselerkranungen", DGVS, oder der "European Association for the Study of the Liver",  EASL, abzurufen, sollen den/die Behandler/-in bei der Auswahl der Substanzen und der Wahl des richtigen Zeitpunktes für einen Behandlungsbeginn unterstützen. In Deutschland besteht weiterhin bei einer Viruslast (HBV-PCR) über 2000 IU/ml und/oder einer rezidivierenden GPT Erhöhung über der Norm und/oder histologischem Nachweis einer moderaten bis höhergradigen Fibrose (≥F2 nach Desmet) eine Therapieindikation.

Patienten mit einer Leberzirrhose werden bei Nachweis einer Virämie, auch < 2000 IU/ml, auch bei normwertigen Transaminasen behandelt. Noch komplexer ist die Therapie Hepatitis C-, D- oder HIV-koinfizierter Patienten.

Für Hepatitis B/HIV-Koinfizierte gibt es eigene, regelmässig aktualisierte europäische Therapierichtlinien der "European AIDS Clinical Society", EACS, die auf der Internetseite veröffentlicht sind.